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Producing and Framing Realities by Words and Images

Griechische und römische Gesellschaften der Antike – ebenso wie die zeitlich nachfolgenden Gesellschaften des mittelalterlichen Europa und des Mittelmeerraums – reflektierten Umwelt, soziale Beziehungen und historische Ereignisse in einem Zusammenspiel von sprachlichen und visuellen Ausdrucksformen. Unser Forschungsbereich untersucht, wie unterschiedliche Wirklichkeiten in einem fortwährenden Prozess durch Worte und Bilder erzeugt, gerahmt und wirksam gemacht wurden.

Im Zentrum steht die Frage nach den sozialen und politischen Bedürfnissen, die hinter solchen Wirklichkeitsentwürfen stehen: Wann und warum entstehen alternative Deutungsangebote? Welche Formen nehmen sie an – von ikonischen Motiven und Bildformeln bis zu narrativen Mustern, Topoi und rhetorischen Strategien? Und wie werden sie genutzt, um Zugehörigkeit zu definieren, Autorität zu legitimieren, Ordnung zu behaupten oder Wandel zu plausibilisieren?

Die Relevanz des Forschungsbereichs liegt darin, die Mechanismen der Realitätskonstruktion und -interpretation in antiken und mittelalterlichen Gesellschaften systematisch zu erschließen – und damit die Verschränkung von Medium, sozialer Praxis und politischer Ordnung präzise zu fassen. Die historische Tiefenschärfe dieser Analyse eröffnet zugleich einen Resonanzraum für Gegenwartsfragen: Wie formen Medien Realitätswahrnehmung? Wie entstehen Deutungshoheiten? Und wie strukturieren Bilder und Erzählungen soziale Dynamiken – damals wie heute?

 

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