Cultural Heritage and Reception Studies
Der Forschungsschwerpunkt untersucht die zentrale Rolle der griechischen und römischen Kultur für Gesellschaften seit der Spätantike bis in die Neuzeit sowie deren Bedeutung für die Herausbildung europäischer und außereuropäischer Identitäten. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie und warum kulturelle Hinterlassenschaften vergangener Gesellschaften in unterschiedlichen Kontexten übernommen, angepasst und neu interpretiert wurden.
Wie dabei mit historischem Wissen und materiellen Zeugnissen umgegangen wird, lässt sich in interdisziplinärer Zusammenarbeit am Institut und darüber hinaus durch archäologische, philologische und historische Ansätze untersuchen. So tragen wir dazu bei, ein umfassenderes Verständnis kulturellen Erbes und seiner Rezeption zu entwickeln, dessen Definierung sich in einem steten Wandel befindet. Zudem rücken die verschiedensten aktuellen Herausforderungen und Krisen Fragen der Dokumentation und Sicherung von Kulturerbe in den Vordergrund; hier nehmen inzwischen digitale Methoden eine wichtige Rolle ein.
Mit der Archäologischen Sammlung der Universität Zürich existiert am Institut ein Forschungsraum, in dem die Wechselwirkungen zwischen Konservierung und Erforschung von und Bedeutungs-zuschreibung an Artefakte untersucht werden. Dabei tragen auch Provenienzforschung und Sammlungsgeschichte wesentlich zur Profilbildung des Forschungsschwerpunkts bei.