Kooperation und Pseudepigraphie. Zum Umgang mit Anonymität in der Griechischen Literatur der Kaiserzeit
COLLAPSE will Prozesse der (An-)Onymisierung auf grundlegende Weise neu erfassen und zu einem besseren Verständnis interauktorialer Mechanismen in der griechischen Textproduktion der Kaiserzeit – und darüber hinaus – beitragen
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Aktuelles
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Ankündigung: Opening Event am 18. Februar 2026
Das Projekt
Aktivitäten
| Projektzeitraum | 1.7.2025 bis 30.4.2029 |
Fördergeber |
SBFI/ERC ERC Starting Grant |
| Bewilligungssumme | 1’337’536 CHF |
| Projektverantwortung | Prof. Dr. Markus Hafner |
Projektmitarbeiter:innen |
Das Team rund um Collapse |
Womit befasst sich das Projekt COLLAPSE?
Die Klassische Philologie, eine Disziplin, die sich lange Zeit auf die Figur des Autors stützte, wird durch autorlose Texte nach wie vor vor grosse Schwierigkeiten gestellt. In der Antike galten Texte üblicherweise als universelles Eigentum all derer, die auf sie zurückgriffen. So konnte Autorschaft vorgetäuscht, gefälscht oder anonymisiert werden.
COLLAPSE versucht die klassifikatorische Unterscheidung von genuinen, bzw. authentischen Texten einerseits sowie unechten ‘Fälschungen’ andererseits aufzulösen. Darüber hinaus soll die Einbeziehung verschiedener Wissensgebiete dabei helfen, theoretische Grenzen zu Nachbardisziplinen der Griechischen Philologie aufzubrechen. Insgesamt will COLLAPSE Prozesse der (An-)Onymisierung auf grundlegende Weise neu erfassen und zu einem besseren Verständnis interauktorialer Mechanismen in der griechischen Textproduktion der Kaiserzeit – und darüber hinaus – beitragen.
Zielsetzung
COLLAPSE zielt darauf ab:
- Formen der (An-)Onymisierung als Formen von ‘Fan Fiction’ oder als Versuche, frühere Autoren ‘umzuschreiben’ (Rewriting), neu zu interpretieren.
- Zu analysieren, wie sich die Grenzen zwischen kanonischen Modellautoren und ihren Nachahmern in der griechischen Literatur auflösten.
- Das Verhältnis zwischen Gedichten, die bestimmten Autoren zugeschrieben wurden, und solchen ohne Autorschaftszuweisung auszuloten und dabei Formen, Funktionen und Kontexte der (An-)Onymisierung zu differenzieren.
- Eine nicht-normative Terminologie und ein Klassifikationssystem zu entwickeln, das autorlose Texte aus verschiedensten Bereichen (poetische, religiöse, technische Texte) ins Zentrum der griechischen Literaturgeschichte rückt.